Der Graben und das Klangmuseum

Was ist der Graben?
-Ausreichend belichtet
-Es gibt keinen Sichtbezug nach außen
-Gerichteter interner Bezug
-Ringprinzip
Wir haben uns gefragt, wie wir diese Einschränkungen und Möglichkeiten,
die uns der Grabe bietet gut nutzen können.
Schon beim Betreten des Forts über den kleinen Steg blickt man in den Graben und kann erkennen, daß dort unten etwas stattfindet. Man sieht die schwarzen Boxen von oben, hat aber noch keine Möglichkeit, direkt dorthinzugelangen. Zuerst wird man in den Südhof des Forts geführt, von dem man das Museum durch ein Eingangsgebäude betritt. Der Museumsrundgang ist dann in beide Richtungen möglich, ein schmaler Weg führt von Ausstellungskiste zu Ausstellungskiste Der Weg und die Kisten sind so zwischen Bäumen angeordnet, daß verschiedene Sichtbezüge möglich sind, das heißt, es ist nicht immer möglich, die nächste Kiste von jedem Abschnitt des Weges aus zu sehen. Der Besucher erlebt den Wechsel zwischen der im Graben vorhandenen Natur mit deren Geräuschen und der künstlichen Welt der Klangkisten. Außerdem hat er (gezwungenermaßen) Zeit, über das eben gehörte nachzudenken und es zu verarbeiten, während er zur nächsten Installation läuft. Wir wollen bewußt einen Kontrast zwischen Weg und Kisten setzen, damit dem Besucher die Unterschiede zwischen der mit allen Sinnen erfahrbaren Welt und der Klangwelt, die nur einen Sinn anspricht deutlich wird. So wie auch Hifi-Geräte oft auf Design verzichten, weil sie eine andere Funktion haben als gesehen zu werden, wollen auch wir die Kisten bewußt schlicht gestalten, sie sollen wie eine Art Übertragungswerkzeug wirken.
Die Kisten sind einfache Kuben unterschiedlicher Ausmaße. Damit keine äußeren Einflüsse das Innere der Kisten stören, ordnen wir einen kleinen Vorraum an, eine Art Schleuse zwischen der realen Umwelt und der köünstlich erzeugten Klangwelt. Die Kisten sind leicht aufgeständert, um ihre Unabhängigkeit von der Umgebung zu zeigen. Will man eine der Kisten betreten, so muß man eine kleine Treppe benutzen. Innen sind die Kisten ebenso schlicht ausgeführt wie auch außen, sie werden künstlich beleuchtet, um jeden Einfluß der Außenwelt auszuschalten. Bei unseren Planungen ist uns aufgefallen, daß man vom Graben aus direkten Zugang zu den HORCHgängen hat. Wir wollen dies wahrscheinlich aufgreifen und die Horchgänge in das Museum integrieren.