Vom Konzept zum Detail           
         
Unsere Idee war es, das Fort als Hülle zu sehen. Die Mauern als Konstanten, die der Zeit und der neuen Umstände trotzen und in die einfach eine neue Nutzung eingesetzt werden kann. Wie soll man diese Idee nun umsetzen? Wichtig war für uns, daß man erkennt, daß die neue Nutzung einfach nur "eingeschoben" und bei Bedarf auch austauschbar ist. Im Modell haben wir dazu ein paar unserer Überlegungen umgesetzt.
Das Tragsystem mit den Pfeilern bleibt stehen, nicht tragende Wände können entfernt werden. In dieses Gehäuse haben wir eine quarderförmige Zweitkonstruktion eingeschoben. Diese Konstruktion besteht zunächst nur aus den Kantenstangen, in die dann der Raumfunktion entsprechend die Möblierung oder Funktionen eingehängt werden.
Diese Kuben können auch die Außenhaut durchstoßen, wie es bei unserem Beispiel zu sehen ist. Die ursprüngliche Tragstruktur ist aber immer zu erkennen. Wir verstehen die gesamte Quarderkonstruktion als Möblierung, die verändert und den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt werden kann.
Unserer Beispiel zeigt eine der Wohnungen, die wir im Fort integrieren wollen. Die Wohnung ist nach Osten und Westen orientiert und deshalb durchstößt das Quarderelement beide Außenwände. Auf der Westseite wurde die Erde komplett abgetragen und der Gang abgerissen.
In der Untersicht kann man die in den Quarder eingehängte Möblierung erkennen. Links sieht man das Bad, das wir wie ein Möbelstück ebenfalls in die Konstruktion eingehängt haben und das mit der Rückseite des Nebenraumbads zusammenstößt. Rechts kann man die Schränke erkennen.
Auf diesem Bild ist der Eßplatz zu sehen mit rechts eingehängter Küche Der Raum wird definiert durch den Badkubus, fließt aber sonst offen in den Schlafbereich über.
Der Fußboden innerhalb des Quarders ist vom ursprünglichen Fußboden unterschieden. Wir sind uns jedoch noch nicht im Klaren darüber, ob dies wirklich durch eine Stufe geschehen soll oder ob ein Belagwechsel die bessere Alternative wäre. Die Schränke schweben zur Zeit noch.
Im rechten unteren Teil des Bildes sieht man eine mögliche Eingangssituation. Man könnte einen kleinen Raum innerhalb des Kubus' abtrennen und als Windfang zu nutzen. Dieser Vorraum könnte eine Art Wintergarten sein, der bei Bedarf mit Sicht- und Sonnenschutz versehen wird.