| Wie erscheint das Fort? | ||||
| Das Fort als Gehäuse hat viel Masse, der Begriff der Hülle ist bei diesem Gebäude nicht angebracht. Viel eher kann man die Räume des Forts mit Höhlen vergleichen. Die Räume werden durch Masse begrenzt, teilweise haben die Raumbegrenzungen körperhaften Charakter. Die Pfeiler und Gewölbe des Forts bilden zwar ein Traggerüst, aber dieses Gerüst sollte man auf keinen Fall als Skelett beschreiben. Gerade das ist es nämlich nicht. Das "Traggerüst" des Forts besteht aus Masse. | ||||
| Was bedeutet es, mit Gewölben zu planen? | ||||
| Bei einem orthogonal umschlossenen Raum ist die Begrenzung nicht unveränderbar festgelegt. Man kann einen größeren, ähnlichen Raum erzeugen, indem man einfach eine der Wände verschiebt, wie hier im Schnitt dargestellt. Die Begrenzung ist fast willkürlich. Es macht keinen großen Unterschied für das Raumgefühl, wenn eine der Wände um ein kleines Stück verschoben wird. | ||||
| Ein orthogonaler Raum wird von senkrechten und waagerechten Flächen begrenzt; oft gibt es eine vorherschende Richtung. Der Raum wird von Boden und Decke wie von zwei gegensätzlichen Polen aufgespannt. Dennoch kann man in der Regel nicht von einem gerichteten Raum sprechen. | ||||
| Ein Tonnengewölbe besitzt nicht eindeutig begrenzte Wände; senkrechte und waagrechte Flächen fließen ineinander. Bei einem Gewölbe hat es große Auswirkungen, wenn man die "Wände" um ein Stück verschiebt; es ändert sich der Bogenradius. Dadurch ist das System streng vorgegeben. Es ist ein abgeschlossenes, fast unveränderliches System. Nur durch Reihung kann größeres Räumvolumen geschaffen werden. | ||||
| Bei einem Gewölbe kann man den Mittelpunkt spüren, auch wenn er nicht gebaut ist. Es entsteht ein stark radial gerichteter Raum. |